9. November - Paris: Vortrag zum Wirtschaftsliberalismus

Bericht Vortrag Alexander Stromer

 

Am 9. November hatte die  FDP Paris die große Freude, ihr neues Mitglied Alexander Stromer zu einem Vortrag zur Ideengeschichte des Wirtschaftsliberalismus zu hören. Im Pariser Restaurant Les Artizans legte Alexander Stromer die Grundannahmen wirtschaftsliberalen Denkens anhand wichtiger Ideengeber wie Adam Smith, Friedrich Hayek und Walter Eucken dar. Einleitend erläuterte er den Begriff des Neoliberalismus, der ja für unseren aktuellen politischen Diskurs und in der wirtschaftswissenschaftlichen Debatte von großer Bedeutung bleibt. Alexander Stromer zeigte seine Genese in den 1930er Jahren als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise auf und verwies auf den Konsens für die soziale Marktwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg, deren Grundpfeiler mit den ursprünglichen Vorstellungen neoliberaler Denkschulen wie der Freiburger weitestgehend kongruent waren. Seine negative Konnotation im Sinne eines radikal marktwirtschaftlichen Kapitalismus, dessen Angebotsorientierung alle sozialen und durchaus auch politischen Belange unterzuordnen seien, erhielt der Begriff neoliberal erst mit Aufstieg der Ideen Milton Friedmans und dem wirtschaftlichen Paradigmenwechsel unter Margaret Thatcher und Ronald Reagan. Seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 scheint er in breiten Kreisen weitestgehend diskreditiert, auch wenn Alexander Stromer aufzeigen konnte, das der Begriff neoliberal seitdem sehr zugespitzt verwendet wird und ein Eigenleben entwickelt hat, das sich doch recht weit von den ursprünglichen Ideen entfernt hat.

Auch an diesen Vortrag konnten wir wieder eine interessante und vielfältige Diskussion anschließen, die der Attraktivität und Güte unserer Veranstaltung entsprach.

Liebe Freunde und Gäste der Pariser FDP,  

 

Sie sind herzlich eingeladen zu einem Vortrag zum Thema Wirtschaftsliberalismus mit Abendessen und Diskussion

 

am Donnerstag, den 9. November 2017, im Bistro Les Artizans.  

 

Unsere Wirtschaftsordnung hat fundamentale Bedeutung. Sie schafft den Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit und unserer beruflichen Entfaltung. Von ihr hängt das Angebot an Waren und Dienstleistungen sowie das Steueraufkommen ab, ohne das kein Gemeinwesen funktionieren kann. In Deutschland bestand lange ein weitgehender Konsens über die Vorzüge der sozialen Marktwirtschaft auf ordoliberaler Grundlage. Doch in vielen Ländern der Europäischen Union gewinnen Parteien zunehmenden Einfluss, die eine freiheitliche Wirtschaftsordnung ablehnen. Ein Ausflug in die Ideengeschichte des Wirtschaftsliberalismus soll für uns die Grundlagen dieses wichtigen und aktuellen Themas beleuchten.

 

Den Tischvortrag mit dem Titel „Wie es dazu kam, dass der Neoliberalismus ausgerechnet in Paris gegründet wurde und warum viele seiner Gegner eigentlich neoliberal denken!“ hält unser Parteimitglied Alexander Stromer, Mannheimer Diplom-Volkswirt, Agrégé d’Allemand, leidenschaftlicher Schachspieler und regelmäßiger Referent im Rahmen der deutsch-französischen Vereinigung AFASP.  

 

Ort: Bistro Les Artizans in der 30 Rue Montorgueil (M Les Halles, RER Châtelet-Les Halles, Sortie Porte Saint-Eustache). Der Saal im ersten Stock ist für uns reserviert.

Zeit: Donnerstag, der 9. November 2017. Der Empfang beginnt um 19 Uhr, wir begeben uns gegen 19h30 zu Tisch für das Abendessen mit Vortrag und Diskussion.

Essen: Drei-Gänge-Menü für 36 Euro.  

 

Um Anmeldung wird gebeten.